Was in ein Exposé gehört (und was nicht)

Ich kenne viele, Neuautoren wie Etablierte, die drücken sich vor dem Exposé-Schreiben. Warum eigentlich?

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Mit diesem Exposé

verkaufst Du Deinen Roman!

Nur wenige Kurs-Plätze im Februar.

www.texteundtee.at/schreibkurse-online.php

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Ich liebe es, mir Exposés auszudenken. Bei mir steht dieser Schritt am Anfang. Zu dem Zeitpunkt ist die Geschichte, die ich erzählen möchte, noch völlig offen. Ich darf alles erfinden, so es die Logik der Geschichte zulässt …!

Sieh es doch mal von dieser Seite!

Aus einem solchen Arbeitsexposé entsteht dann  das Verlags- oder Verkaufsexposé.

Und für dieses gilt es, einen Schritt zurück zu treten und die Geschichte – ja, meine Geschichte – von außen zu betrachten.  Und zwar, weil es der Sinn und Zweck eines Verkaufsexposés ist, die Geschichte zu verkaufen. Deshalb von außen betrachten: Wer soll die Geschichte lesen? Für wen ist sie besonders geeignet? Was macht sie zu etwas Besonderem? In welchem Bereich/Genre ordne ich sie ein?

All diese Fragen sind keine Bösartigkeiten, die sich Verlagsmitarbeiter ausgedacht haben, um Autoren zu quälen + fernzuhalten. Vielmehr helfen sie den Verlagen, eine Geschichte einzuschätzen + später zu verkaufen. Denn das Exposé nimmt, in abgewandelter Form, später auch seinen Weg über die Verlagsvertreter Richtung Buchhandel. Mit diesem bewaffnet, erzählen sie den Buchhändlern das Wesentliche über eine Geschichte – Deine Geschichte!

Also mach es ihnen so einfach wie möglich, mit Deiner Geschichte die Leser zu erreichen!

Ich habe mit der folgenden Art von Exposé gute Ergebnisse erzielt:

Arbeitstitel
Lass Dir was Klingendes einfallen!

Zeitraum
zB.: Sommer 2008

Thema (Idee):
Das Thema in Kürze (2 bis 3 Sätze)

Motto:
Kurze Botschaft

Gefolgt von einer Art Klappentext.

Teesalon-Lady Berenike Roither ermittelt

Ein … (klassischer Whodunnit, zum Beispiel)

Inhalt:
Der – GANZE – Inhalt. Aber nicht in epischer Breite, sondern die wichtigsten Fakten. 1-2 Seiten Inhalt gilt als Regel.
(Nein, Lektorinnen möchten nicht extra bei Dir nachfragen, wer der Mörder ist …)

Figurenbiographien:
Selbsterklärend, oder? Die Hauptfiguren + die wichtigsten Nebenfiguren in kurzen, treffenden Charakterisierungen.

Regionalbezug:
ZB: Salzkammergut.

Zielgruppe/Marketing:
ZB: Krimileser und -leserinnen zwischen 25 und 55
Menschen, die für guten Tee einen Mord begehen würden. 😉

Besonderheiten:
Der Kriminalroman kann auch gelesen werden als …
… Teefibel mit Geschichten und Rezepten für stilvolle Teezeremonien
… Reiseführer Salzkammergut

Sprache:
Das Buch ist in … (zB: österreichischem Hochdeutsch) gehalten.

Umsetzung/Manuskriptumfang:
Wann wirst Du Dein Manuskript fertig stellen + wie dick soll das Buch werden?
ZB: Abgabe möglich innerhalb von (…) Monaten nach Vertragsabschluss. (Sei realistisch.)
Ich gebe als Umfang die Zeichenanzahl an.

Autorin:
Werdegang in bezug aufs Schreiben, inkl. Veröffentlichungen.

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Kategorien: Ein Buch schreiben, Romanschreiben, Sachbuchschreiben | Hinterlasse einen Kommentar

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