Arbeitsexposé

So, und was gehört jetzt ins Arbeitsexposé?, höre ich Euch fragen.

Ganz klar: Alles, was Du zur Planung Deines Romans brauchst – und im Verlagsexposé nichts verloren hat. Zum Beispiel die Schulzeit Deiner Heldin.

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Gehen wir einmal durch – das brauche ich an weiteren Informationen für meinen (Kriminal-)Roman vorab:

Biografien meiner Figuren:  je mehr Hauptfigur, desto detaillierter. Vor allem jene von TäterIn und Opfer(n), aber auch jene der ErmittlerInnen. Von so einfachen Dingen wie ihrem Aussehen über ihren Werdegang bis zu ihren Aufgaben in meiner Geschichte, wie sie anderen Figuren begegnen, …

Morde/Taten: Ablauf, Tatwaffen, Motiv(e) und dergleichen mehr.

Die Aufklärung: Wie wird ermittelt? Wer deckt was auf? (Va. wenn Du mehr als 1 Erzählperspektive wählst.) Mit welchen Methoden? Von Verhör bis DNA, alle Ideen werden notiert. (Das ist übrigens das Um & Auf meines Arbeitsexposés: Da hinein wandern diverse Ideen, die nicht alle verwendet werden.)

Der Ablauf der Geschehnisse: Eine Chronologie der Ereignisse. Nicht zu verwechseln mit Handlung/Inhalt laut Verlagsexposé: Dort erzählst Du die Handlung, wie sie im Lauf des Buches erzählt wird. Im Gegensatz dazu steht der chronologische Ablauf der Dinge, den Du für den Aufbau Deiner Geschichte brauchst. Was geschah wonach? Was führte wozu? Beispiel: Welche Ereignisse führten dazu, dass der Mörder seinen Plan entwickelt – oder spontan tötet?

Die Handlung ‚en detail‘: Wie willst Du Deine Geschichte erzählen? Basis ist der Inhalt aus dem Verlagsexposé, der erweitert wird – bis daraus dann die Szenenfolge entstehen kann. Wo willst Du einsteigen? Gibt es Rückblicke?

Stimmung der Geschichte: So etwas Ähnliches wie die Aussage, aber nicht ganz dasselbe. Keine Predigt. Bloß eine Grundstimmung. In „Narrentanz“ zB. die Kälte – des Winters, aber auch der Gefühle – die über vielem liegt.

Überthema: Sowas wie die Prämisse, aber auch nicht so ganz. Könnte etwa ‚Fremdsein‘ sein – Berenike fühlt sich als Aussteigerin im Ausseerland fremd, aber auch Mörder und Opfer könnten sich fremd fühlen aus unterschiedlichsten Gründen.

Weitere Aspekte des Themas: Alle Stichworte, die mir zu meinem Thema einfallen.

Weitere Konflikte: zB. zwischen Amateurermittlerin (Berenike, Besitzerin des Teesalons) und dem Kriminalpolizisten (Jonas). Sie haben zB. in „Ausgetanzt“ unterschiedliche Auffassungen darüber, wie ermittelt werden soll + ob die Polizei das Richtige tut … denn Berenike hat ihre eigene Lebensgeschichte, aufgrund derer sie der Polizei gegenüber misstrauisch ist.

Weiterentwicklung der Serienfigur: Welchen Nebenplot möchte ich mit meinen Hauptfiguren verfolgen? Wie wird das Verhältnis zwischen Berenike und Jonas sich entwickeln? Kann sich mit den Konflikten überschneiden.

Perspektive: wer erzählt die Geschichte? Gibt es eine oder mehrere Perspektiven?

Weitere Ideen zur Erzähltechnik: zB. etwas, das man sich gerade vom Film abgeguckt hat.

Und welche Vorarbeiten machst Du für Deine Romane?

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Kategorien: Ein Buch schreiben, Romanschreiben | Hinterlasse einen Kommentar

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