Mein On- und Offline-Leben

Manchmal fegt ein Windstoß durch den ‚Wilden Westen‘ Online-Welt: Ich will mein altes Offline-Leben zurück!, tönt es.

Aber nein, nicht von mir, beileibe nicht. Trotz aller Zeitmanagement-und Kontaktarmutsfallen, die das Internet so bereit hält.

Blick zurück

Als in den wilden Achtziger- und Neunzigerjahren mein Schreiberinnenleben begann, war alles anders. Man lebte als Autorin quasi in der Wüste. Ich kannte vielleicht zwei Handvoll KollegInnen, über einen kleinen Kultur-Verein, via Schreibworkshop. Ich hatte Kontakt zur IG Autorinnen Autoren, bekam Informationen über Wettbewerbe über deren Zeitschrift ‚Autorensolidarität‘. Ja, mein Offline-Leben war auch intensiv – man musste eben dranbleiben, in Kontakt bleiben, und oft hatte man mehr persönlichen Kontakt, das ist wahr.

Ganz anders heute:

Das Internet eröffnet Chancen: Informationen zu Verlagen sind einfach zu erhalten. Viele Verlage stellen sogar die Wünsche, wie sie ein neues Manuskript erhalten möchten, auf ihre Webseite. Nicht oft genug kann man die Fairlag-Inititaive erwähnen, oder die Liste bekannter Zuschussverlage bei Montsegur.

Auch viele Menschen, KollegInnen und FreundInnen, würde ich ohne Internet nicht kennen, bestenfalls ihre Bücher.  Darunter Kollegin Andrea Behnke aus Bochum, mit der diese Leipzig-Trost-Blog-Aktion via Twitter entstand. Oder den Kollegen Carsten Tergast aus Leer, den ich via Twitter kenne und bisher bei einer Leipzig-Buchmesse und privat in Wien traf. Hier samt Anhang und weiteren Kollegen. Oder die Mörderischen Schwestern, Kontakt via Mailingliste und Forum, aber regelmäßige Stammtische, dazu ein Jahrestreffen bei der Vollversammlung. Der Wissensaustausch ist enorm. Einigen KollegInnen dort verdanke ich sehr, sehr viel.

Ich habe mehr Kontakte als früher, und dadurch eher die Chance, eine Frage beantwortet zu bekommen – oder, ganz wichtig für AutorInnen, TestleserInnen für meine neuen Geschichten zu finden.

Fazit:

Es gilt, sich Stärken und Schwächen dieser Techniken bewusst zu werden und diese pragmatisch einzusetzen, wo man sie braucht/gern hätte. Also eine bewusste Entscheidung, statt sich treiben zu lassen.

In Kürze serviere ich hier das zweite „Trostpflaster“,

also komm bald wieder!

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Kategorien: Autorin-vernetz-dich | Hinterlasse einen Kommentar

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