Ein Buch schreiben

Exposé: Sei konkret!

„Schicken Sie uns bitte das Exposé!“

Dieser Satz einer Verlagslektorin, der sich zunächst wie der siebte Himmel für den Autor, die Autorin anfühlt – er bringt nach einigem Nachdenken das große Zittern mit sich: Wie, zum Henker!, schreibt man ein Exposé, das wirklich anspricht? Und zwar so, dass man die Lektorin, den Programmleiter, das Vertriebsteam und überhaupt die gesamte Leserschaft am Haken hat, unwiderbringlich, so sehr, dass sie nägelkauend auf das Buch warten?!

Viele Erst- oder NeuautorInnen machen nach meinen Erfahrungen als Lektorin und Textcoach einen kapitalen Fehler beim Exposé (aber auch beim Pitch): Sie kommen nicht zum Punkt, sie bleiben schwammig, sagen nur Allgemeines.

Da stehen dann Dinge wie:

„Eine spannungsgeladene Liebesgeschichte …“

„… es kommt zu einer wilden Verfolgunsgjagd …“

“ … ein ungewöhnlicher Thriller …“ (Wenn man nur wüßte, worin das Ungewöhnliche besteht …)

In all diesen Inhaltsangaben wird das Gewöhnliche für etwas Besonderes ausgegeben – doch es tritt nie etwas Besonderes ein.

Mein Rat:

Seien Sie einzigartig in Ihren Texten!

Schaffen Sie herausragende Figuren!

Lassen Sie diese eine herausragende Geschichte erleben!

Es muss nicht immer die neue Geschichte sein – es ist mehr das WIE des Erzählens, die Methode, mit der Sie Ihre Geschichte einzigartig machen. Ihre Hauptfigur hat ein schräges Hobby, eine spezielle Sichtweise auf die Dinge. Ihr Protagonist erzählt rückblickend aus einem speziellen Ort die Geschichte.

Und dann schreiben Sie auch das dazupassende, einzigartige Exposé!

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Buch schreiben – Erfolgsmeldung

Eben erreichte mich eine Erfolgsmeldung: Einer meiner Textcoachingkunden (Spannungsliteratur) hat einen Agenturvertrag angeboten bekommen. Ich gratuliere!

Da sieht man doch wieder, was der Blick von außen ausmacht!

 

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Vom um die Dinge schleichen – Inspiration, ohne drüber nachzudenken.

Ich schleiche um eine Szene, weiß nicht genau, wie sie sein soll. Zerbreche mir den Kopf. Keine Lösung. Keine Idee. Dinge, die sich ständig widersprechen. Wenn ich Variante A nehme, funktioniert eine bestimmte andere Szene nicht. Nehme ich Variante B, muss ich vieles im bisherigen Text umbauen.

Im Zweifel an allem und jedem, mache ich etwas ganz anderes. Lese ein Stück Thriller, begleitet oder besser: beobachtet von der Muse-Katze. Trinke Tee, noch mehr Tee, und schwupps … auf einmal, so quasi aus dem Unterirdischen, in dem die Geschichte vor sich hin gearbeitet hat, ist plötzlich die Lösung da. So und nicht anders muss sie aussehen! So und nicht anders wird die Szene verlaufen, die dann Einfluss auf bestimmte andere Szenen und die Aufklärung hat.

Heureka!

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Osterhasenrabatt für Dich!

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(Bildquelle: aboutpixel.de)

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Der Schauplatz – eine unterschätzte Zutat?

„Ich will nicht so viel beschreiben.“

So etwas in der Art höre ich immer wieder von Autoren, mit denen ich im Textcoaching oder der Roman-/Krimi-Schreibwerkstatt zusammen arbeite. Und tatsächlich findet sich dann im lektorierten Text fast gar kein Hinweis auf das Umfeld. Was schade ist! Da steht dann nur so lau: Sie bogen um die Ecke …

Das andere Extrem ist auch hinderlich: seitenweise Beschreibungen im Manuskript, aber wo gehts hier zur Handlung? Wo sind denn die Protagonisten hingeraten? Man kann die Seiten überblättern, ohne was zu verpassen, ohne die Figuren zu verlieren – man hat sie im schlimmsten Fall schon aus den Augen verloren … und das Buch/Manuskript weggelegt (wenn man Verlagslektor ist).

Der Schauplatz als handelndes Element

In einer mitreißenden Geschichte passiert weder das eine noch das Andere. In einer Geschichte, an der wir keine Seite ungelesen überblättern, ist der Ort selbst zur Figur geworden, die die Handlung vorantreibt.

Sehr gelungenen macht das Cay Rademacher in „Der Trümmermörder“: Ein Mörder schleicht durch die Kriegsruinen Hamburgs (1947). Es ist der kälteste Winter seit Menschengedenken. Die leeren Fensterlöcher, Straßen, in denen keine Laternen mehr stehen, der Hafen zugefroren, eine höllische Kälte. (Ja, in der Hölle muss es kalt sein, denke ich.) Darin ein Kriminalpolizist, der seine ganz eigenen Probleme hat mit der Stadt, mit den Vorgesetzten, seinem vermissten Sohn.  Und immer wieder die Ruinen. Welche Häuser sind zerstört, welche nicht? Wo findet man die Ermordeten? Alles passt zusammen.

So macht man das!

Weiteres gelungenes Beispiel: „Die toten Gassen von Barcelona“ (Stefanie Kremser): Ein Mörder in den Gassen Barcelonas, in einem Viertel, in dem sich alles ändert  … traditionelle Viertel zerstört werden, Wohngegenden ‚aufgewertet‘, also verteuert werden … der Ort trägt zur Handlung bei! Auf eine ganz spezielle Weise, wie sich bei der Aufklärung herausstellt.

Mein Tipp für Dich:

Ich habe einen Workshop zum Thema „Schauplatz“.

Schau doch mal ‚in meiner Gegend‘ vorbei, und zwar hier:

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Wie man sich …

… setzt, so schreibt man.

Denn der eigene Arbeitsplatz spielt eine nicht unerhebliche Rolle beim Schreiben, finde ich. Hier zum Beispiel genieße ich den Spätherbst beim Korrigieren der Fahnen zu „Narrentanz“. Cafe Latte ausgetrunken, Schreibzeug in Griffweite, bequem die Füße hochstellen.

Und Ihr so?

Anni Bürkl, Fahnen korrigieren

Anni Bürkl, Fahnen korrigieren

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Leipzig ruft …

… aber Du bist nicht bei der Buchmesse?

In diesem Blog werde ich Dir tägliche „Trostpflaster“ bieten. Sei gespannt!

Ergänzung: Dank Twitter-Vernetzung werde ich gemeinsam mit der Kollegin Andrea Behnke für Euch bloggen!

Seid also gespannt.

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Arbeitsexposé

So, und was gehört jetzt ins Arbeitsexposé?, höre ich Euch fragen.

Ganz klar: Alles, was Du zur Planung Deines Romans brauchst – und im Verlagsexposé nichts verloren hat. Zum Beispiel die Schulzeit Deiner Heldin.

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Wie Du einen Roman planst, schreibst und veröffentlichst.

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Gehen wir einmal durch – das brauche ich an weiteren Informationen für meinen (Kriminal-)Roman vorab:

Biografien meiner Figuren:  je mehr Hauptfigur, desto detaillierter. Vor allem jene von TäterIn und Opfer(n), aber auch jene der ErmittlerInnen. Von so einfachen Dingen wie ihrem Aussehen über ihren Werdegang bis zu ihren Aufgaben in meiner Geschichte, wie sie anderen Figuren begegnen, …

Morde/Taten: Ablauf, Tatwaffen, Motiv(e) und dergleichen mehr.

Die Aufklärung: Wie wird ermittelt? Wer deckt was auf? (Va. wenn Du mehr als 1 Erzählperspektive wählst.) Mit welchen Methoden? Von Verhör bis DNA, alle Ideen werden notiert. (Das ist übrigens das Um & Auf meines Arbeitsexposés: Da hinein wandern diverse Ideen, die nicht alle verwendet werden.)

Der Ablauf der Geschehnisse: Eine Chronologie der Ereignisse. Nicht zu verwechseln mit Handlung/Inhalt laut Verlagsexposé: Dort erzählst Du die Handlung, wie sie im Lauf des Buches erzählt wird. Im Gegensatz dazu steht der chronologische Ablauf der Dinge, den Du für den Aufbau Deiner Geschichte brauchst. Was geschah wonach? Was führte wozu? Beispiel: Welche Ereignisse führten dazu, dass der Mörder seinen Plan entwickelt – oder spontan tötet?

Die Handlung ‚en detail‘: Wie willst Du Deine Geschichte erzählen? Basis ist der Inhalt aus dem Verlagsexposé, der erweitert wird – bis daraus dann die Szenenfolge entstehen kann. Wo willst Du einsteigen? Gibt es Rückblicke?

Stimmung der Geschichte: So etwas Ähnliches wie die Aussage, aber nicht ganz dasselbe. Keine Predigt. Bloß eine Grundstimmung. In „Narrentanz“ zB. die Kälte – des Winters, aber auch der Gefühle – die über vielem liegt.

Überthema: Sowas wie die Prämisse, aber auch nicht so ganz. Könnte etwa ‚Fremdsein‘ sein – Berenike fühlt sich als Aussteigerin im Ausseerland fremd, aber auch Mörder und Opfer könnten sich fremd fühlen aus unterschiedlichsten Gründen.

Weitere Aspekte des Themas: Alle Stichworte, die mir zu meinem Thema einfallen.

Weitere Konflikte: zB. zwischen Amateurermittlerin (Berenike, Besitzerin des Teesalons) und dem Kriminalpolizisten (Jonas). Sie haben zB. in „Ausgetanzt“ unterschiedliche Auffassungen darüber, wie ermittelt werden soll + ob die Polizei das Richtige tut … denn Berenike hat ihre eigene Lebensgeschichte, aufgrund derer sie der Polizei gegenüber misstrauisch ist.

Weiterentwicklung der Serienfigur: Welchen Nebenplot möchte ich mit meinen Hauptfiguren verfolgen? Wie wird das Verhältnis zwischen Berenike und Jonas sich entwickeln? Kann sich mit den Konflikten überschneiden.

Perspektive: wer erzählt die Geschichte? Gibt es eine oder mehrere Perspektiven?

Weitere Ideen zur Erzähltechnik: zB. etwas, das man sich gerade vom Film abgeguckt hat.

Und welche Vorarbeiten machst Du für Deine Romane?

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Was in ein Exposé gehört (und was nicht)

Ich kenne viele, Neuautoren wie Etablierte, die drücken sich vor dem Exposé-Schreiben. Warum eigentlich?

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Mit diesem Exposé

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Ich liebe es, mir Exposés auszudenken. Bei mir steht dieser Schritt am Anfang. Zu dem Zeitpunkt ist die Geschichte, die ich erzählen möchte, noch völlig offen. Ich darf alles erfinden, so es die Logik der Geschichte zulässt …!

Sieh es doch mal von dieser Seite!

Aus einem solchen Arbeitsexposé entsteht dann  das Verlags- oder Verkaufsexposé.

Und für dieses gilt es, einen Schritt zurück zu treten und die Geschichte – ja, meine Geschichte – von außen zu betrachten.  Und zwar, weil es der Sinn und Zweck eines Verkaufsexposés ist, die Geschichte zu verkaufen. Deshalb von außen betrachten: Wer soll die Geschichte lesen? Für wen ist sie besonders geeignet? Was macht sie zu etwas Besonderem? In welchem Bereich/Genre ordne ich sie ein?

All diese Fragen sind keine Bösartigkeiten, die sich Verlagsmitarbeiter ausgedacht haben, um Autoren zu quälen + fernzuhalten. Vielmehr helfen sie den Verlagen, eine Geschichte einzuschätzen + später zu verkaufen. Denn das Exposé nimmt, in abgewandelter Form, später auch seinen Weg über die Verlagsvertreter Richtung Buchhandel. Mit diesem bewaffnet, erzählen sie den Buchhändlern das Wesentliche über eine Geschichte – Deine Geschichte!

Also mach es ihnen so einfach wie möglich, mit Deiner Geschichte die Leser zu erreichen!

Ich habe mit der folgenden Art von Exposé gute Ergebnisse erzielt:

Arbeitstitel
Lass Dir was Klingendes einfallen!

Zeitraum
zB.: Sommer 2008

Thema (Idee):
Das Thema in Kürze (2 bis 3 Sätze)

Motto:
Kurze Botschaft

Gefolgt von einer Art Klappentext.

Teesalon-Lady Berenike Roither ermittelt

Ein … (klassischer Whodunnit, zum Beispiel)

Inhalt:
Der – GANZE – Inhalt. Aber nicht in epischer Breite, sondern die wichtigsten Fakten. 1-2 Seiten Inhalt gilt als Regel.
(Nein, Lektorinnen möchten nicht extra bei Dir nachfragen, wer der Mörder ist …)

Figurenbiographien:
Selbsterklärend, oder? Die Hauptfiguren + die wichtigsten Nebenfiguren in kurzen, treffenden Charakterisierungen.

Regionalbezug:
ZB: Salzkammergut.

Zielgruppe/Marketing:
ZB: Krimileser und -leserinnen zwischen 25 und 55
Menschen, die für guten Tee einen Mord begehen würden. 😉

Besonderheiten:
Der Kriminalroman kann auch gelesen werden als …
… Teefibel mit Geschichten und Rezepten für stilvolle Teezeremonien
… Reiseführer Salzkammergut

Sprache:
Das Buch ist in … (zB: österreichischem Hochdeutsch) gehalten.

Umsetzung/Manuskriptumfang:
Wann wirst Du Dein Manuskript fertig stellen + wie dick soll das Buch werden?
ZB: Abgabe möglich innerhalb von (…) Monaten nach Vertragsabschluss. (Sei realistisch.)
Ich gebe als Umfang die Zeichenanzahl an.

Autorin:
Werdegang in bezug aufs Schreiben, inkl. Veröffentlichungen.

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Einen Roman beginnen

Aktuell beginne ich mit der Arbeit am nächsten Kriminalroman mit meiner Heldin, Teelady Berenike. Das Exposé dazu steht seit Herbst und ist vom Verlag abgenickt.

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Vor kurzem begann ich also damit, dem Exposé-Skelett mehr Fleisch zu verleihen. Dazu überlege ich mir den genaueren Handlungsverlauf, und wie ich die Aufklärung des Verbrechens im Buch erzählen will.Dem folgt nach Möglichkeit ein erster Szenenplan.

Ich mache mir Gedanken zu meinen Figuren, tauche noch stärker in ihre Biografien ein, in ihre Handlungsmotive.

Und wieder einmal bin ich verblüfft von diesem magischen Vorgang, der offenbar seit dem Schreiben des Exposés vor sich gegangen ist: die Figuren und ihre Geschichte haben sich quasi im Unbewussten weiter entwickelt.

Das hat nichts damit zu tun, wie es NeuautorInnen oft geht, dass die Figuren „tun was sie wollen“. Viel mehr liegt dieser Effekt daran, dass die Figuren so gut entworfen wurden, dass sie innerhalb ihrer eigenen Logik ein Eigenleben entwickeln können. Und das dürfen sie auch …

Und wie ist Dein Verhältnis zu Deinen Figuren?

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